Aktiv werden
28.05.2024 |
Zum neuen Weltkindertag mit Papst Franziskus in Rom
„Lasst die Kinder und hindert sie nicht, zu mir zu kommen!“ Dieser Satz Jesu steht im Matthäusevangelium. Aktiv gehindert werden hierzulande zwar nur die wenigsten Kinder, etwas von der christlichen Botschaft zu erfahren. Eher herrscht in vielen Familien eine gewisse Passivität vor, die dazu führt, dass die Glaubensweitergabe abbricht. Und wem doch etwas daran liegt, seinen Kindern religiöse Wurzeln mit auf ihren Lebensweg zu geben, der verlässt sich allzu gerne auf Institutionen wie Kindergärten, Schulen oder die Kirche – mit ungewissem Ausgang.
Überhaupt ist heute wohl nur ansatzweise vorstellbar, wie religiöses und kirchliches Leben einmal aussehen werden, wenn die Kleinsten erst erwachsen sind. Dass hier zumindest in vielen westeuropäischen Ländern etwas kippt, hat natürlich auch der Vatikan längst erkannt – und ein neues Großereignis für Kinder aus der Taufe gehoben. Am vergangenen Wochenende kamen rund 50 000 Menschen, darunter viele Mädchen und Jungen, zum ersten Weltkindertag in Rom zusammen. Viel (italienische) Prominenz und Showeinlagen wurden aufgeboten für einen erfolgreichen Auftakt des neuen Großereignisses. Mit den Weltjugendtagen, die seit 40 Jahren Millionen junger Menschen mobilisieren, wird es das neue Event zwar nicht aufnehmen. Dennoch hat zumindest die italienische Kirche – Kinder und Familien aus Italien stellten mehr als 95 Prozent der Teilnehmer – ein neues Glaubensfest, das in Erinnerung bleiben dürfte.
Aus Deutschland haben sich vermutlich kaum Familien oder Gruppen anlässlich des neuen Weltkindertags extra auf den Weg nach Rom gemacht. Schließlich wurde der Tag relativ kurzfristig im vergangenen Dezember bekannt gegeben und mit der Ministrantenwallfahrt steht im Sommer schon ein anderes Großereignis in der italienischen Hauptstadt im Kalender.
Dennoch könnte der Weltkindertag Anlass sein, seine Anliegen auch hierzulande in die Welt zu tragen: zu erinnern, wo Kinder ihrer Kindheit beraubt werden, zu mahnen, dass vielen Kindern das Notwendigste zum Leben fehlt – und gemeinsam den Glauben so zu feiern, dass er die Jüngsten trifft. So viel Event wie in Rom brauchen Kinder dabei nicht. Da reichen mitunter Bewegungslieder, die von Gottes Liebe erzählen, eine Schminkstation, ein Luftballonwettbewerb oder bunte Spielstraße rund um den Kirchturm. Vor allem aber braucht es Menschen, die aktiv werden und Kindern – wie Papst Franziskus – voll Wertschätzung und auf Augenhöhe begegnen.
Dennoch könnte der Weltkindertag Anlass sein, seine Anliegen auch hierzulande in die Welt zu tragen: zu erinnern, wo Kinder ihrer Kindheit beraubt werden, zu mahnen, dass vielen Kindern das Notwendigste zum Leben fehlt – und gemeinsam den Glauben so zu feiern, dass er die Jüngsten trifft. So viel Event wie in Rom brauchen Kinder dabei nicht. Da reichen mitunter Bewegungslieder, die von Gottes Liebe erzählen, eine Schminkstation, ein Luftballonwettbewerb oder bunte Spielstraße rund um den Kirchturm. Vor allem aber braucht es Menschen, die aktiv werden und Kindern – wie Papst Franziskus – voll Wertschätzung und auf Augenhöhe begegnen.
Kirsten Zimmerer