Ostbeauftragter Schneider will mehr Bewusstsein für den 17. Juni
10.06.2023 |
Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD), will die Erinnerung an den Volksaufstand in der DDR vor 70 Jahren stärker ins Bewusstsein bringen.
Carsten Schneider (SPD), Ostbeauftragter der Bundesregierung.
Der 17. Juni sei zwar im Westen früher Feiertag gewesen, aber im Osten gebe es bis heute wenig Erinnerung daran, sagte er im "Interview der Woche" im Deutschlandfunk: "Das hängt auch damit zusammen, dass die Arbeiter arbeiten und ihre Geschichten nicht erzählt haben, wie es notwendig wäre." Der 17. Juni 1953 sei jedoch bis heute einer der "stolzesten Momente der deutschen Geschichte".
17. Juni schon 1953 Nationalfeiertag "Tag der Deutschen Einheit"
Beim Volksaufstand vom 17. Juni 1953 hatten Hunderttausende in der DDR eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen, den Rücktritt der Regierung und freie Wahlen gefordert. Die Sowjetarmee und Sicherheitsorgane der DDR schlugen den Aufstand nieder, wobei rund 50 Menschen getötet und mehr als 1.500 verhaftet wurden.
Die Bundesrepublik Deutschland erhob den 17. Juni daraufhin schon 1953 als "Tag der Deutschen Einheit" zum Nationalfeiertag. 1990 wurde der Nationalfeiertag auf den 3. Oktober verlegt, den Tag, an dem die Wiedervereinigung in Kraft trat.