Tag 14: Mit einer langen Busfahrt endet unsere Reise

10.08.2023 |

Wir fahren durch die dunkle Nacht und durchs sonnige Frankreich, picknicken ein letztes Mal gemeinsam. Am Nachmittag kommen wir wieder in Freiburg an: Ausgangs- und Endpunkt unserer Reise.

Fahren, fahren, fahren: Mehr als 1200 Kilometer sind es von Bilbao nach Freiburg. Wir fahren die ganze Nacht, aber bekommen davon zum Glück nicht viel mit. Die meisten schlafen schnell ein, einige sogar nahezu durch. Nur Busfahrer Bernward Lindinger hält wachsam die Stellung. Bei Clermont Ferrand löst ihn ein Kollege ab und auch er kann einmal die Augen schließen.
 
Der Tisch ist noch einmal reich gedeckt: Bei unserem letzten gemeinsamen Picknick wird alles aufgetischt, was an Vorräten vorhanden ist.
 
Ein letztes Mal rasten und picknicken wir gemeinsam. Im Anschluss daran verteilen wir die Reste, bis der Tisch leergeräumt ist. Teilnehmerin Priska Mere hat am Vortag bereits ihr Verkaufstalent bewiesen und bringt alle übrigen Lebensmittel an Mann und Frau. Käse, Baguette, eine Dose Würstchen, ein Rest Empanada, zwei Äpfel, eine Dose Aprikosen, eine Banane – am Ende ruft sie „ausverkauft“, nichts wird weggeworfen.
 
Wir treten die letzte Etappe an. Zeit zurückzublicken und danke zu sagen. Nicht nur für uns Teilnehmende war die lange Busreise eine Premiere. Auch für die Organisatoren Julian Donner, Priester und Direktor Berufe der Kirche Freiburg, und Susanne Spieß, Referentin für Berufungspastoral, war es eine neue Erfahrung. Mutig haben sie sich mit uns ins Abenteuer gestürzt und ernten nun einen großen Applaus für ihre Mühen und das Immer-ansprechbar-sein. Julian Donner spricht die schwierigen Momente noch einmal an: „Danke, fürs Mitgehen und Mitmachen – auch dann, wenn es ein bisschen kniffliger wurde wie auf dem Rückweg vom Weltjugendtagsfeld zurück zum Bus.“ Dass manchmal auch ein wenig Chaos herrsche, gehöre bei einer Großveranstaltung wie dieser dazu – das sei eben Weltjugendtag.
 
Kurz vor der deutschen Grenze sichten wir die ersten grauen Wolken seit zwei Wochen. Wenig später erreichen wir Freiburg. Zeit sich zu verabschieden. Nun heißt es, in den Alltag zurückkehren. Auspacken. Ausschlafen. Die Eindrücke nachklingen lassen. Es sind positive Erinnerungen, die noch lange bleiben werden:
 
„Ich bin erfüllt von der Reise. Es war eine Zeit, die mich auf ganz vielfältige Art und Weise angesprochen hat – in großen und kleinen, in geplanten und ungeplanten Momenten: Für mich persönlich, im Glauben und in der Gemeinschaft, in unserer Gruppe und über Sprachgrenzen hinweg.“ – Johannes Schenk, Teilnehmer an der Pilgerreise
 
„Meine Erwartungen haben sich auf eine andere Art und Weise erfüllt, als ich es mir vorgestellt hatte. Es war schön, so viele Menschen zu sehen, die zusammen gebetet, getanzt und gefeiert haben. In unserer eigenen Gruppe hat sich eine Kleingruppe zusammengefunden und wir haben am Abend zusammen gebetet und reflektiert. Das habe ich vorher nicht erwartet. Auch wenn es viel war in den letzten Tagen: Für mich ist da sehr viel an Freude rübergekommen – und von Freude hat auch der Papst geredet. Dabei hat er die Schwierigkeiten des Lebens angesprochen, die auch junge Menschen betreffen. Welche Kraft einem der Glaube geben kann, welche Ressource das ist, das wurde mir während des Weltjugendtags wieder bewusst – und das ist bestärkend.“ – Dorothée Kissel, Teilnehmerin an der Pilgerreise
Drei Dinge, die ich heute mitnehme …
Worte des Tages: er kennt meinen Namen
Lied des Tages: Jetzt ist die Zeit
Frage des Tages: Was nehme ich von dieser Reise, den vielen Orten und Gebeten mit in den Alltag?
 
Mit dem Ende unserer Reise endet auch dieser Blog. Danke, dass Sie unsere Fahrt zum Weltjugendtag verfolgt und mit uns mitgefühlt haben!
Aus der Konradsblatt-Redaktion grüßt Sie herzlich
Helena Gennutt
 
 


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